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3.10.2025–30.8.2026
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Rachel Ruysch, Blumenstück, um 1700 © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
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Rachel Ruysch spezialisierte sich in ihrer mehr als fünfundsechzig Jahre dauernden Karriere auf das Malen von Stillleben. In ihrer Zeit war sie europaweit berühmt und ihre Gemälde erzielten hohe Preise.
Das bewegt arrangierte Blumenstück von höchster malerischer Qualität wird von einer Mohnblume dominiert. Ein weiterer Blickfang ist die voll aufgeblühte Tulpe, die unter anderem mit zwei prächtigen weißen Rosen zu konkurrieren hat. Eine rote Papaverblüte, Tagetes, Schwertlilien, Narzissen, Wiesenanemonen, Hibiskus, Immergrün, Nelken und Päonien komplettieren den Strauß. Da die Blütezeiten der von Ruysch gemalten Blumen weit auseinander liegen, entpuppt sich das Bouquet als rein der Fantasie der Malerin entsprungen. Es fungiert als eine Art gemalter Blumenkatalog, der die Vielfalt von Mutter Erde vor Augen führt.
Mit Blumen bestückte Vasen finden sich erstmals zu Beginn des 17. Jahrhunderts als eigenständiges Thema auf Bildern. Die gemalten Bouquets waren zumeist von zahlreichen Insekten bevölkert, die zum Lebenskreislauf der Blumen so selbstverständlich dazugehören wie ihr natürlicher Verwelkungsprozess.
So werden die Pflanzen dem Betrachter als Spiegel seiner eigenen Vergänglichkeit vor Augen gehalten. Entsprechend dem alttestamentlichen Spruch des Hiob: „Der Mensch, vom Weib geboren, knapp an Tagen, unruhvoll, er geht wie die Blume auf und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.“
Das bewegt arrangierte Blumenstück von höchster malerischer Qualität wird von einer Mohnblume dominiert. Ein weiterer Blickfang ist die voll aufgeblühte Tulpe, die unter anderem mit zwei prächtigen weißen Rosen zu konkurrieren hat. Eine rote Papaverblüte, Tagetes, Schwertlilien, Narzissen, Wiesenanemonen, Hibiskus, Immergrün, Nelken und Päonien komplettieren den Strauß. Da die Blütezeiten der von Ruysch gemalten Blumen weit auseinander liegen, entpuppt sich das Bouquet als rein der Fantasie der Malerin entsprungen. Es fungiert als eine Art gemalter Blumenkatalog, der die Vielfalt von Mutter Erde vor Augen führt.
Mit Blumen bestückte Vasen finden sich erstmals zu Beginn des 17. Jahrhunderts als eigenständiges Thema auf Bildern. Die gemalten Bouquets waren zumeist von zahlreichen Insekten bevölkert, die zum Lebenskreislauf der Blumen so selbstverständlich dazugehören wie ihr natürlicher Verwelkungsprozess.
So werden die Pflanzen dem Betrachter als Spiegel seiner eigenen Vergänglichkeit vor Augen gehalten. Entsprechend dem alttestamentlichen Spruch des Hiob: „Der Mensch, vom Weib geboren, knapp an Tagen, unruhvoll, er geht wie die Blume auf und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.“
