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3.10.2025–30.8.2026
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Pieter de Hooch (Rotterdam 1629 – 1684 Amsterdam), Familienbild in einem Hof in Delft, um 1658, Öl auf Leinwand, Legat von Graf Lamberg-Sprinzenstein, Wien, 1822
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Wir blicken in den Hinterhof eines Bürgerhauses in der niederländischen Stadt Delft, in dem sich eine große Familie versammelt hat. Das Gruppenporträt gilt als eines der Hauptwerke Pieter de Hoochs. Auch wenn die Identität der dargestellten Personen bislang nicht entschlüsselt werden konnte, gehen wir davon aus, dass das Gemälde als Auftragswerk entstand und möglicherweise als Hochzeitsbild fungierte. Bei dem Herrn links im Bild könnte es sich um den Bräutigam handeln, der seine zukünftige Ehefrau den am Tisch sitzenden Eltern vorstellen möchte.
Neben der genauen Wiedergabe der Kleidung und Haltung der Porträtierten legte der Künstler vor allen Dingen Wert auf die räumliche Tiefenwirkung seines Gemäldes.
Es ist ein typisches sogenanntes Durchblick-Bild, wie sie in dieser Zeit sehr beliebt waren. Es offenbart das in der Delfter Malerei nahezu programmatische Interesse an durchkonstruierten Raumabfolgen. So gibt die geöffnete Tür in der Mauer den Blick in zwei angrenzende Höfe frei. Gleichzeitig wird der Blick auf den Turm der Neuen Kirche von Delft gelenkt, wodurch die Örtlichkeit eindeutig identifiziert werden kann.
Neben der genauen Wiedergabe der Kleidung und Haltung der Porträtierten legte der Künstler vor allen Dingen Wert auf die räumliche Tiefenwirkung seines Gemäldes.
Es ist ein typisches sogenanntes Durchblick-Bild, wie sie in dieser Zeit sehr beliebt waren. Es offenbart das in der Delfter Malerei nahezu programmatische Interesse an durchkonstruierten Raumabfolgen. So gibt die geöffnete Tür in der Mauer den Blick in zwei angrenzende Höfe frei. Gleichzeitig wird der Blick auf den Turm der Neuen Kirche von Delft gelenkt, wodurch die Örtlichkeit eindeutig identifiziert werden kann.
