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3.10.2025–30.8.2026
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Martin Ferdinand Quadal (Niemtschitz/Mähren 1738 – 1808 Petersburg), Der Aktsaal der Wiener Akademie im St.-Anna-Gebäude, 1787, Öl auf Leinwand, Legat von Graf Lamberg-Sprinzenstein, Wien, Schenkungsjahr unbekannt
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Wir blicken in den von Kerzen und Öllampen erleuchteten Aktsaal der Wiener Akademie im St.-Anna-Gebäude. Zahlreich haben sich darin die prägenden Persönlichkeiten der Wiener Akademie versammelt. Solch eine Versammlung hat allerdings in der Realität nie stattgefunden. Es handelt sich um eine rein malerische Fiktion.
Der kräftig beleibte Herr im Vordergrund ist Jacob Matthias Schmutzer. Er hatte in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die Leitung der Kupferstecherakademie inne. Mit seiner ausgreifenden linken Hand weist er auf die Entwurfsskizze für das vor uns hängende Gemälde, die sein Schöpfer Martin Ferdinand Quadal auf dem Schoß hält. Quadal studierte an der Wiener Akademie. Seine zahlreichen Reisen durch Europa wirkten sich inspirierend auf seine Arbeit aus. Das Motiv künstlich beleuchteter Räume etwa hat er von der englischen Malerei des 18. Jahrhunderts übernommen.
Am linken Bildrand zieht ein Herr in einem auffälligen roten Mantel die Blicke auf sich: es ist Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, der Leiter der Architekturschule. Neben ihm arbeitet Franz Anton Zauner, Professor der Bildhauerei, an einem Tonmodell. Auf der gegenüberliegenden Bildseite widmen sich die Maler Heinrich Friedrich Füger und Johann Baptist Lampi ihren Staffeleien. Dreh und Angelpunkt der zahlreichen künstlerischen Tätigkeiten innerhalb des Saales stellt das Aktstudium dar, das bis heute Teil der Ausbildung an der Wiener Akademie ist.
Der kräftig beleibte Herr im Vordergrund ist Jacob Matthias Schmutzer. Er hatte in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die Leitung der Kupferstecherakademie inne. Mit seiner ausgreifenden linken Hand weist er auf die Entwurfsskizze für das vor uns hängende Gemälde, die sein Schöpfer Martin Ferdinand Quadal auf dem Schoß hält. Quadal studierte an der Wiener Akademie. Seine zahlreichen Reisen durch Europa wirkten sich inspirierend auf seine Arbeit aus. Das Motiv künstlich beleuchteter Räume etwa hat er von der englischen Malerei des 18. Jahrhunderts übernommen.
Am linken Bildrand zieht ein Herr in einem auffälligen roten Mantel die Blicke auf sich: es ist Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, der Leiter der Architekturschule. Neben ihm arbeitet Franz Anton Zauner, Professor der Bildhauerei, an einem Tonmodell. Auf der gegenüberliegenden Bildseite widmen sich die Maler Heinrich Friedrich Füger und Johann Baptist Lampi ihren Staffeleien. Dreh und Angelpunkt der zahlreichen künstlerischen Tätigkeiten innerhalb des Saales stellt das Aktstudium dar, das bis heute Teil der Ausbildung an der Wiener Akademie ist.
