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3.10.2025–30.8.2026
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Jan Vermeyen (Beverwijck um 1500 – 1559 Brüssel), Bildnis eines älteren Mannes, um 1528/1529, Öltempera auf Eiche, Schenkung des Fürsten Johann II. von und zu Liechtenstein, 1925
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Raumfüllend hat sich ein älterer Herr hinter einer Steinbrüstung in Position gebracht. Sein Name ist uns nicht bekannt. Das äußere Erscheinungsbild lässt jedoch auf einen Mann aus gehobenem Stand schließen. Die Handschuhe hat er vor sich auf der Brüstung abgelegt. Mit ausholender Geste scheint er mit seiner rechten Hand aus seinem Bildraum in den Raum des Betrachters hinein greifen zu wollen. Dies ist ein Charakteristikum der Männerbildnisse des gefragten Porträtmalers Jan Vermeyen. Er hatte eine Vorliebe für künstlich beleuchtete Szenen, aus denen die dargestellte Person plastisch hervortritt.
Im vorliegenden Fall ist das Bemühen um eine lebensnahe Wiedergabe des Gesichts in besonderer Weise von Interesse: es zeigt die Symptome einer halbseitigen Lähmung. Beim Blick auf den Mund des Mannes ist dies besonders gut zu sehen.
Bei der Entstehung dieses Gemäldes bediente sich Vermeyen einer ganz speziellen künstlerischen Herangehensweise: Zunächst malte er das Gesicht auf eine Holztafel. Im zweiten Schritt ergänzte er durch Holzanstückungen das Porträt zu einen Halbfigurenbild. Denn neben dem individuellen Gesicht musste ein Porträt der Renaissance auch der Stellung des Dargestellten durch zahlreiche Standesutensilien Ausdruck verleihen.
Im vorliegenden Fall ist das Bemühen um eine lebensnahe Wiedergabe des Gesichts in besonderer Weise von Interesse: es zeigt die Symptome einer halbseitigen Lähmung. Beim Blick auf den Mund des Mannes ist dies besonders gut zu sehen.
Bei der Entstehung dieses Gemäldes bediente sich Vermeyen einer ganz speziellen künstlerischen Herangehensweise: Zunächst malte er das Gesicht auf eine Holztafel. Im zweiten Schritt ergänzte er durch Holzanstückungen das Porträt zu einen Halbfigurenbild. Denn neben dem individuellen Gesicht musste ein Porträt der Renaissance auch der Stellung des Dargestellten durch zahlreiche Standesutensilien Ausdruck verleihen.
