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3.10.2025–30.8.2026
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Jan Davidsz. de Heem (Utrecht 1606 – 1683/1684 Antwerpen), Prunkstillleben, um 1655, Öl auf Leinwand, Legat von Graf Lamberg-Sprinzenstein, Wien, 1822
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Pyramidenförmig hat Jan Davidsz. de Heem zahlreiche Luxusgüter auf einem Holztisch arrangiert. Die Felswand, das Efeu und die dämmrige Landschaft lassen den Eindruck entstehen, dass der Tisch mitten in der freien Natur aufgestellt wurde.
Das ist jedoch eine Illusion! Spiegelt sich doch auf zahlreichen Gegenständen das Fenster des Ateliers. Ganz deutlich ist es auf dem Weinglas und der Silberschale am linken Bildrand wahrzunehmen.
Die Flöte verweist auf das Thema der Vergänglichkeit, denn alle Töne, die auf ihr erklingen, werden unweigerlich wieder vergehen. Genauso wie unser Leben dem Tod anheimfallen wird, gemäß dem alttestamentlichen Spruch:
Omnia est vanitas – Alles ist vergänglich.
Mit dem Bewusstsein der Sterblichkeit des Menschen wird die Bedeutung der in diesem Stillleben dargestellten Luxusgüter plötzlich null und nichtig.
Das Stillleben verbindet virtuos die Charakteristika der holländischen und der flämischen Malerei, denn einerseits zeichnet es sich durch eine detaillierte Wiedergabe der Oberflächenstrukturen aus und andererseits durch Lust am optischen Überfluss und üppigen Dekor. Derartige Stillleben werden als sogenannte Prunkstillleben bezeichnet: Ein Typus, der von Jan Davidsz. de Heem maßgeblich entwickelt wurde.
Das ist jedoch eine Illusion! Spiegelt sich doch auf zahlreichen Gegenständen das Fenster des Ateliers. Ganz deutlich ist es auf dem Weinglas und der Silberschale am linken Bildrand wahrzunehmen.
Die Flöte verweist auf das Thema der Vergänglichkeit, denn alle Töne, die auf ihr erklingen, werden unweigerlich wieder vergehen. Genauso wie unser Leben dem Tod anheimfallen wird, gemäß dem alttestamentlichen Spruch:
Omnia est vanitas – Alles ist vergänglich.
Mit dem Bewusstsein der Sterblichkeit des Menschen wird die Bedeutung der in diesem Stillleben dargestellten Luxusgüter plötzlich null und nichtig.
Das Stillleben verbindet virtuos die Charakteristika der holländischen und der flämischen Malerei, denn einerseits zeichnet es sich durch eine detaillierte Wiedergabe der Oberflächenstrukturen aus und andererseits durch Lust am optischen Überfluss und üppigen Dekor. Derartige Stillleben werden als sogenannte Prunkstillleben bezeichnet: Ein Typus, der von Jan Davidsz. de Heem maßgeblich entwickelt wurde.
