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3.10.2025–30.8.2026
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Hieronymus Bosch, Weltgerichts-Triptychon – Die sieben Todsünden
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In der Mitteltafel erläutert der Künstler detailliert, wie die sieben kapitalen Todsünden eines Christen aussehen. Bosch demonstriert sie als eine Sequenz von Martern und Foltern, die an dem einzelnen Sünder gemäß seines Vorlebens in einer Art Vorhölle vollzogen werden. Überall dort, wo Messer gezückt werden, verstümmelt und erstochen wird, herrscht die Sünde des Hasses und des Jähzorns, lateinisch „Ira“. Bilddetails zu allen beschriebenen Totsünden sehen Sie auf dem Display Ihres Audioguides.
Die Zwangsernährung eines fetten Sünders ganz links wie auch die biedere Hausfrau darüber, die aus dem Rohmaterial Mensch Saft presst, zeigen die Bestrafung von Fresslust und Trunksucht, von der Völlerei, auf Latein „Gula“.
Die Krötennonne mit ihrer Speckpfanne wie auch ihre Kollegin, die besinnlich einen Sünder am Bratspieß mit Fett bestreicht, gehören zum Sündenpool des Geizes, der „Avaritia“.
Das mittelalterliche Bildsymbol des Geizes und der Habsucht sind die im flüssigen Metall ihres Geldes schmorenden Sünder in dem Eisenkessel, der unter den mürbe abhängenden Sündern am Rande dieses teuflischen Wirtshauses brodelt. Sie sehen eine am Boden sitzende, rot gewandete Figur mit weißem Kopftuch, die eine Pfanne hält und über ihr ein Wesen mit blauem Gesicht und blauen Füßen, das einen Sünder mit flüssigem Metall übergießt.
Auf dem Dach des Hauses geben sich die Sünder der Wollust, der „Luxuria“, und des Hochmuts, der „Superbia“ ein Stelldichein in einer großen Bordellszene mit Freiern, Musikanten, und ihren menschlichen Opfern. Die nackte Schöne, die von einem Drachen zum Tanz verführt wird, verweist zudem auf den mittelalterlichen Glauben, dass Musik und Tanz Satanswerk und Sünde sind.
„Accidia“, die Faulheit und Glaubensträgheit, wird rechts im Mittelgrund gestraft, indem die einschlägigen Sünder in einer höllischen Schmiede mit glühenden Hufeisen an Füßen und Gesäß beschlagen werden.
Eine Szene mit der Bestrafung des Neids und der Korruption, lateinisch „Invidia“, ist nicht eindeutig zuzuordnen. Von einigen Forschern wird die Bestrafung des Neids in der zentralen Szene am unteren Bildrand durch einen sich selbst anklagenden und gefolterten Richter verkörpert, der sich nun der Böswilligkeit seiner teuflischen Begleiter ausgesetzt sieht. Auf der aus der Werkstatt Boschs stammenden so genannten Todsündentafel im Prado in Madrid wird die Todsünde des Neids jedoch mit sich um einen Knochen streitenden Hunden dargestellt. Diese fehlen hier.
Die Zwangsernährung eines fetten Sünders ganz links wie auch die biedere Hausfrau darüber, die aus dem Rohmaterial Mensch Saft presst, zeigen die Bestrafung von Fresslust und Trunksucht, von der Völlerei, auf Latein „Gula“.
Die Krötennonne mit ihrer Speckpfanne wie auch ihre Kollegin, die besinnlich einen Sünder am Bratspieß mit Fett bestreicht, gehören zum Sündenpool des Geizes, der „Avaritia“.
Das mittelalterliche Bildsymbol des Geizes und der Habsucht sind die im flüssigen Metall ihres Geldes schmorenden Sünder in dem Eisenkessel, der unter den mürbe abhängenden Sündern am Rande dieses teuflischen Wirtshauses brodelt. Sie sehen eine am Boden sitzende, rot gewandete Figur mit weißem Kopftuch, die eine Pfanne hält und über ihr ein Wesen mit blauem Gesicht und blauen Füßen, das einen Sünder mit flüssigem Metall übergießt.
Auf dem Dach des Hauses geben sich die Sünder der Wollust, der „Luxuria“, und des Hochmuts, der „Superbia“ ein Stelldichein in einer großen Bordellszene mit Freiern, Musikanten, und ihren menschlichen Opfern. Die nackte Schöne, die von einem Drachen zum Tanz verführt wird, verweist zudem auf den mittelalterlichen Glauben, dass Musik und Tanz Satanswerk und Sünde sind.
„Accidia“, die Faulheit und Glaubensträgheit, wird rechts im Mittelgrund gestraft, indem die einschlägigen Sünder in einer höllischen Schmiede mit glühenden Hufeisen an Füßen und Gesäß beschlagen werden.
Eine Szene mit der Bestrafung des Neids und der Korruption, lateinisch „Invidia“, ist nicht eindeutig zuzuordnen. Von einigen Forschern wird die Bestrafung des Neids in der zentralen Szene am unteren Bildrand durch einen sich selbst anklagenden und gefolterten Richter verkörpert, der sich nun der Böswilligkeit seiner teuflischen Begleiter ausgesetzt sieht. Auf der aus der Werkstatt Boschs stammenden so genannten Todsündentafel im Prado in Madrid wird die Todsünde des Neids jedoch mit sich um einen Knochen streitenden Hunden dargestellt. Diese fehlen hier.
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