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3.10.2025–30.8.2026
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Dieric Bouts (Haarlem um / c. 1415/1420 – 1475 Löwen), Krönung Mariä, nach 1460, Tempera auf Eiche, Legat von Graf Lamberg-Sprinzenstein, Wien, 1822
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Auf einem mit kostbarem Baldachin überfangenen Thronsitz hat sich die göttliche Dreifaltigkeit in einem gotischen Innenraum zusammengefunden: Links sehen wir Christus, rechts Gottvater, in der Mitte die Taube des Heiligen Geistes. Gemeinsam setzen sie der demütig auf die Knie gesunkenen Maria eine prachtvolle Krone auf den Kopf. Durch diese weihevolle Handlung wird die Gottesmutter zur Himmelskönigin gekrönt. Links und rechts des Thrones begleiten jeweils drei Engel mit himmlischem Gesang das feierliche Geschehen.
Dieric Bouts war Mitte des 15. Jahrhunderts im niederländischen Löwen tätig. Das von ihm geschaffene Gemälde ist von einer würdevollen Monumentalität geprägt und zählt zu den bedeutendsten Tafelbildern der Altniederländischen Malerei. Diese Kunst zeichnet sich neben der detailrealistischen Darstellung aller Gegenstände vor allem durch einen extrem feinen Gebrauch schimmernder Farbstoffe aus. Dies resultiert in erster Linie aus der damals neuartigen Verwendung von Öl als Bindemittel für die Farbpigmente. Es ermöglichte den Künstlern, die dargestellten Stoffe so zu gestalten, als seien sie zum Greifen nah. Zu den malerischen Glanzpunkten der Marienkrönung zählen die brillante Transparenz der gläsernen Weltkugel in den Händen Gottvaters und die Lichtreflexe auf der goldenen Krone von Maria.
Dieric Bouts war Mitte des 15. Jahrhunderts im niederländischen Löwen tätig. Das von ihm geschaffene Gemälde ist von einer würdevollen Monumentalität geprägt und zählt zu den bedeutendsten Tafelbildern der Altniederländischen Malerei. Diese Kunst zeichnet sich neben der detailrealistischen Darstellung aller Gegenstände vor allem durch einen extrem feinen Gebrauch schimmernder Farbstoffe aus. Dies resultiert in erster Linie aus der damals neuartigen Verwendung von Öl als Bindemittel für die Farbpigmente. Es ermöglichte den Künstlern, die dargestellten Stoffe so zu gestalten, als seien sie zum Greifen nah. Zu den malerischen Glanzpunkten der Marienkrönung zählen die brillante Transparenz der gläsernen Weltkugel in den Händen Gottvaters und die Lichtreflexe auf der goldenen Krone von Maria.
